Zwischennutzungsinitiative: Knapp 2’800 eingereichte Unterschriften

Biel. – Am Freitag, 06. Oktober wurden knapp 2’800 Unterschriften bei der Stadtkanzlei eingereicht. Dank vorgängiger Prüfung durch die Einwohnerkontrolle ist jetzt schon klar: Die “Leerraum beleben! (Zwischennutzungsinitiative)” kommt zustande.

Für die Einreichung wären gut 2’000 gültige Unterschriften nötig gewesen. “Dieses Ziel haben wir klar übertroffen”, bestätigt Muriel Günther, Mitglied des Initiativkomitees. “Die Sammelphase lief überaus gut, sehr viele Bielerinnen und Bieler haben sofort unterschrieben, als sie hörten, dass wir kulturellen und sozialen Projekten mehr Platz in unserer Stadt verschaffen wollen”, ergänzt sie.

Denn eines ist klar: Biel wird von den Menschen geprägt, die hier leben. Gerade auch von solchen, die sich ehrenamtlich und/oder in der Kultur engagieren. Mit der Zwischennutzungsinitiative wird diesen Menschen und ihrem Engagement der Raum gegeben, den sie brauchen und verdienen. “Damit beeinflussen wir Biel positiv”, fasst Günther zusammen.

Die Zwischennutzungsinitiative will – wie ihr Name schon sagt – Zwischennutzungen fördern. Der Initiativtext sieht die Schaffung einer städtischen Stelle vor, die die Vermittlung zwischen Eigentümer*innen von Leerstand und potentiellen Nutzenden übernimmt. Die Nutzenden können den leerstehenden Raum im Falle der Einwilligung der Eigentümer*innen dann zu Nebenkosten nutzen. Der Fokus der Zwischennutzungen soll dabei auf nicht-gewinnorientierte Projekte gelegt werden.

“Leerraum bringt niemandem etwas – weder der Bevölkerung noch den Eigentümer*innen”, stellt Vinzenz Binggeli von der JUSO fest. “Doch gerade in Biel, wo es verhältnismässig viel Leerstand gibt, haben Zwischennutzungen enormes Potential, die Stadt lebendiger zu machen.”

Passend dazu wurden die Unterschriften in einem farbenfrohen “leerstehenden Haus” übergeben, das den Raum symbolisiert, der durch die Initiative nutzbar gemacht werden soll.

Bis in zwei Jahren hat der Stadtrat über die Initiative zu entscheiden. Lehnt er sie ab, wird die Stimmbevölkerung über die Vorlage abstimmen.

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